Das falsche Spiel der Hebammen bezahlen die Kinder

Die Hebammen kurbeln mal wieder die Propagandamaschine an und ließen eine Verhandlung mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) platzen. Zu den Gründen äußerte sich Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbandes e.V. in einem Interview für die eigene Vereinshomepage. Weiterlesen

Veröffentlicht in: GBA |

Datenschützer hinters Licht geführt: Die elektronische Gesundheitskarte ist kein Teufelswerk

Wenn es um die elektronische Gesundheitskarte geht, bekommen Datenschützer schon bei der Erwähnung Schnappatmung. Seit den Snowden-Leaks ist die bloße Vermutung von digitaler Überwachung bitterer Erkenntnis gewichen. Die Folgen sind ein undefinierbares Gefühl der Ohnmacht und Beklemmung, da der einzelne den Überwachungsapparaten fast schutzlos ausgeliefert ist. Weiterlesen

Veröffentlicht in: GBA |

Macht Übung den Meister? Bei Ärzten nicht!

In jeder anderen Berufsgruppe ist der Grundsatz, dass Übung den Meister macht, selbstverständlich. Jeder Lehrling, jeder Student bekommt das mehrmals in seiner Ausbildung gesagt. Dass man einmal gelerntes schneller vergisst, wenn man es nicht häufig anwendet, dürfte auch zu diesen Grundsätzen gehören. Nur bei Ärzten ist man anderer Meinung. Warum sonst wehren sich Kliniken seit Jahrzehnten mit Händen und Füßen gegen Mindestmengen? Dennoch ist mit dem Urteil des Bundessozialgerichts für Mindestmengen ein wichtiger Schritt gemacht worden. Weiterlesen

Gesundheitspolitik ist Patientenpolitik

Wenn man Menschen auf der Straße fragt, welche politischen Themen sie am wichtigsten finden, so kommt an einer der ersten Stellen Gesundheit. Leider spiegelt sich dieses Bedürfnis nach einer guten Gesundheitsversorgung nicht im Interesse oder Verständnis wider, welches der durchschnittliche Patient vom Gesundheitswesen hat. Die Devise ist: Hauptsache es funktioniert. Aber ob und wie es funktioniert, lässt sich leider als Patient nur dann mit Sicherheit feststellen, wenn es nicht funktioniert. Nur ist es dann im schlimmsten Fall zu spät.

Ich möchte etwas Licht ins Dunkel des Gesundheitswesens bringen. Mich stört es sehr, dass das Interesse der Medien beim Thema Gesundheit leider erst bei schlagzeilenwürdigen Skandalen anfängt oder in einer seichten Wissenschaftler-haben-herausgefunden-Manier dahin blubbert. Die wirklich wichtigen Themen, welche Gesetze wieder weichgespült werden, ob und welche Gesetzesvorgaben der GBA überhaupt umsetzt, wie z.B. die KBV und die Krankenhausgesellschaft tricksen, um die Patienten weiterhin am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, finden in den Medien sehr selten statt.

Der Stein des Anstoßes war eine Pressekonferenz des GBA zur Qualitätssicherungskonferenz dieses Jahr. Anwesend, neben den Vertretern der Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und des Patientenvertreters, waren unter anderem acht sehr junge Journalistinnen, die überhaupt keine Frage stellten. Sonst wurden nur Standardphrasen gedroschen was das Zeug hält und niemanden scheint das gestört zu haben. Nunja, mich hat es natürlich umso mehr gestört. Dass keine Zeitung dieses Landes es für nötig hält, den Repräsentanten der Leistungserbringer mal auf den Zahn zu fühlen, finde ich skandalös. Dass der Vertreter der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zehn Minuten über Qualitätssicherung erzählt, obwohl es kein einziges externes Instrument zur Überprüfung der Qualität im zahnärztlichen Bereich gibt, scheint hier kein Problem zu sein. Ich finde, das ist ein gewaltiges Problem.

Ich glaube, ihr wisst nun, worum es mir bei diesem Projekt geht. Ich möchte Gesundheitspolitik aus Patientensicht erzählen, unbeeinflusst von Lobbyinteressen und faktenbasiert.